Die Christian-Albrechts-Universität will mehr qualifizierte Frauen für Professuren gewinnen.

An der Klinik für Innere Medizin III mit den Schwerpunkten Kardiologie und internistische Intensivmedizin der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine

W2-Stiftungsprofessur auf Zeit (fünf Jahre) für Translationale Kardiologie

zu besetzen.

Der*Die zukünftige Stelleninhaber*in vertritt das Gebiet der Translationalen Kardiologie in For­schung, Lehre sowie in der Krankenversorgung. Die Einbindung der Professur in das klinische ‘Structural Heart Team’ der Klinik für Innere Medizin III (Kardiologie und konservative Intensiv­medizin), Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) am Campus Kiel ist vorgesehen.

Die Bereitschaft zur aktiven Integration in den übergeordneten Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät (MF) „Präzisionsmedizin - Forschen, Heilen, Verstehen“ mit den Profi­lbe­reichen Entzündung, Onkologie und Neurowissenschaften sowie der Digitalen Medizintechnik (Biomaterialforschung und roboterassistierte Medizin) wird vorausgesetzt.

Die Fakultät verfolgt ein systemmedizinisches Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Um dauerhafte Therapieerfolge auch bei chronischen und unheilbaren Krankheiten zu erreichen und in ethischer Verantwortung für zukünftige Generationen zu handeln, hat sich die Medizinische Fakultät das Leitbild „Nachhaltige Medizin am Meer“ gegeben. Aus der MF ist der Exzellenz­cluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) hervorgegangen. Die MF ist darüber hinaus federführend und als Partner in mehreren großen nationalen und internationalen For­schungs­projekten beteiligt. Eine aktive Teilnahme am und Stärkung des Exzellenzclusters PMI und möglichst eine Beteiligung an laufenden Verbundforschungsvorhaben wird erwartet.

Das Forschungsumfeld der Professur bietet darüber hinaus mit den interdisziplinären For­schungs­schwerpunkten der Christian-Albrechts-Universität (CAU) „Kiel Life Science“ (KLS) und „Kiel Nano Surface & Interface Science“ (KiNSIS), den Forschungsaktivitäten in den anderen Fakultäten sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Helmholtz-Zentrum Hereon hervorragende Vernetzungsmöglichkeiten. Die Integration in diese Forschungsaktivitäten wird ebenso erwartet wie die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb des Deutschen Zentrums für Herzkreislaufforschung (DZHK) am Standort Nord.

Aufgabenbereiche

Der wissenschaftliche Schwerpunkt des*der Bewerber*in sollen die translationalen Aspekte struk­tureller Herzerkrankungen sein. Ziel der Professur ist es, das kardiovaskuläre For­schungs­profil im DZHK am Standort Nord zu stärken, indem die Brücke zwischen experimenteller For­schung und klinischer Kardiologie gezielt ausgebaut wird.

Schwerpunkte der Professur sind insbesondere:

  • Entwicklung und Anwendung translationaler Modelle zur Untersuchung struktureller Herz­er­krankungen und Entwicklung neuer Therapieverfahren
  • präklinische und frühklinische Validierung krankheitsmodifizierender Therapieansätze

Anforderungsprofil

Weiterhin wird vorausgesetzt:

  • abgeschlossenes Studium sowie Promotion im Fach Medizin
  • ausgewiesene wissenschaftliche Expertise im Bereich der kardiovaskulären Forschung, zu strukturellen Herzerkrankungen
  • Erfahrungen in der erfolgreichen Einwerbung kompetitiver Drittmittel und eine Sichtbarkeit durch hervorragende Publikationstätigkeit

Zudem wäre wünschenswert:

  • Erfahrung in moderner Medizindidaktik
  • Erfahrung in interventioneller Kardiologie
  • Fachgebietsanerkennung für Innere Medizin und Kardiologie oder vergleichbar

Zusätzliche wissenschaftliche Leistungen werden im Rahmen einer Juniorprofessur oder durch eine Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen, die auch außerhalb des Hoch­schulbereichs erbracht sein können, nachgewiesen (§ 61 HSG).

Leistungen & Benefits

Auf die Einstellungsvoraussetzungen des § 61 des Hochschulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein wird hingewiesen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie hier: www.berufungen.uni-kiel.de

Das Hochschulgesetz des Landes Schleswig-Holstein verpflichtet die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Sektion Medizin der Universität zu Lübeck dazu, untereinander und mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein eng zusammenzuarbeiten, Schwerpunkte zu bilden und diese aufeinander abzustimmen. Das Land erwartet, dass auch die Kliniken, Institute und neu berufene Wissenschaftler*innen in diesem Sinne miteinander kooperieren.

Leistungen & Benefits

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel versteht sich als moderne und weltoffene Arbeitgeberin. Wir begrüßen Ihre Bewerbung unabhängig von Ihrem Alters, Ihrem Geschlechts, Ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuellen Identität. Wir fördern die Gleichberechtigung der Geschlechter. Mehr zu unseren Werten können Sie unserem Verhaltenskodex entnehmen:
https://www.uni-kiel.de/gf-praesidium/de/recht/interne-richtlinien/verhaltenskodex

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein: Bewerbungen von Schwerbehinderten und ihnen Gleichgestellten werden bei gleichwertiger Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.

Die Hochschule ist bestrebt, den Anteil der Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre zu er­höhen, und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu be­wer­ben. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.

Bewerbung & Kontakt

Bitte beachten Sie, dass wir auf die Vorlage von Bewerbungsfotos ausdrücklich verzichten und daher darum bitten, hiervon abzusehen.

Das Vortragssymposium ist für 9. November 2026 geplant. Wir bitten daher die Bewerber*innen, sich diesen Termin vorsorglich vorzumerken.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Schriftenverzeichnis, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen, Kopien akademischer Zeugnisse) werden unter Angabe der Privat- und Dienstadresse mit Telefonnummer und E-Mail bis zum 13. Oktober 2026 (vorzugsweise in elektronischer Form) erbeten an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Prof. Dr. med. Joachim Thiery, Arnold-Heller-Str. 3, 24105 Kiel.

Interessierte erhalten ein Schema zum Aufbau einer Bewerbung an der MF über unsere Homepage:
https://www.medizin.uni-kiel.de/de/fakultaet/berufungsverfahren.