
W3-Professur für Neuroradiologie
Die Christian-Albrechts-Universität will mehr qualifizierte Frauen für Professuren gewinnen.
An der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist zum 01.10.2027 eine W3-Professur für Neuroradiologie zu besetzen.
Der*Die zukünftige Stelleninhaber*in vertritt das Fachgebiet Neuroradiologie in Forschung und Lehre sowie in der Krankenversorgung.
Die Professur übernimmt die wissenschaftliche, organisatorische und ärztliche Leitung der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie als Direktoriumsmitglied für den Schwerpunkt Neuroradiologie, wobei die Gründung des Direktoriums sowie die Konkretisierung in einer entsprechenden Geschäftsordnung noch erfolgen wird.
Die Professur für Neuroradiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hat für die Medizinische Fakultät (MF) und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) eine herausragende strategische Bedeutung. Sie stellt ein zentrales Bindeglied zwischen klinischer Patientenversorgung, innovativer Bildgebungstechnologie und translationaler neurowissenschaftlicher Forschung dar. Die Professur ist somit essenziell für die Sicherstellung und Weiterentwicklung hochspezialisierter neuroradiologischer Diagnostik und minimal-invasiver Therapie, insbesondere in den Bereichen Schlaganfallversorgung, neuroonkologische Bildgebung, neurodegenerative Erkrankungen, Inflammation und funktionelle Bildgebung.
Die Bereitschaft zur aktiven Integration in den übergeordneten Forschungsschwerpunkt der MF „Präzisionsmedizin - Forschen, Heilen, Verstehen“ mit den Profilbereichen Entzündung, Onkologie und Neurowissenschaften sowie der Digitalen Medizintechnik (Biomaterialforschung und roboterassistierte Medizin) wird vorausgesetzt.
Die Fakultät verfolgt ein systemmedizinisches Verständnis von Gesundheit und Krankheit. Um dauerhafte Therapieerfolge auch bei chronischen und unheilbaren Krankheiten zu erreichen und in ethischer Verantwortung für zukünftige Generationen zu handeln, hat sich die Medizinische Fakultät das Leitbild „Nachhaltige Medizin am Meer“ gegeben. Aus der MF ist der Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) hervorgegangen. Die MF ist darüber hinaus federführend und als Partner in mehreren großen nationalen und internationalen Forschungsprojekten beteiligt.
Die Professur bildet einen wesentlichen Bestandteil in der Gesamtstrategie der Medizinischen Fakultät mit dem Ziel der „Präzisionsmedizin“. Sie ist zudem wesentlich in den Exzellenzcluster „PMI“ eingebunden. Eine Beteiligung an laufenden Verbundforschungsvorhaben wird erwartet.
Das Forschungsumfeld der Professur bietet darüber hinaus mit den interdisziplinären Forschungsschwerpunkten der Christian-Albrechts-Universität (CAU), „Kiel Life Science“ (KLS) und „Kiel Nano Surface & Interface Science“ (KiNSIS), den Forschungsaktivitäten in den anderen Fakultäten sowie mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen wie dem Helmholtz-Zentrum Hereon hervorragende Vernetzungsmöglichkeiten. Die Integration in diese Forschungsaktivitäten wird erwartet.
Ein abgeschlossenes Hochschulstudium sowie eine Promotion im Fach Medizin werden vorausgesetzt. Die Fachgebietsbezeichnung für Radiologie mit dem Schwerpunkt Neuroradiologie ist ebenso eine Voraussetzung wie eine ausgewiesene didaktische Expertise in der Neuroradiologie.
Die Zertifizierung im DGNR-Modul E und F oder ein aussagekräftiger Operationskatalog für interventionelle Neuroradiologie und Erfahrung in der KI-Forschung werden vorausgesetzt.
Eine fundierte Leitungserfahrung in dem Fachgebiet vorzugsweise an einem Universitätsklinikum inklusive einer ausgewiesenen Expertise im Personalmanagement und in der wirtschaftlichen Klinikführung wird erwartet.
Er*Sie soll kompetent klinisch und wissenschaftlich national und international ausgewiesen sein. Erfahrungen in der erfolgreichen Einwerbung kompetitiver Drittmittel und eine hohe internationale Sichtbarkeit durch hervorragende Publikationstätigkeit sind erforderlich. Von Vorteil sind beispielsweise
Erfahrungen in der Implantatforschung, in fortschrittlichen Technologien und modernen bildgebenden Verfahren.
Zusätzliche wissenschaftliche Leistungen werden im Rahmen einer Juniorprofessur oder durch eine Habilitation oder gleichwertige wissenschaftliche Leistungen, die auch außerhalb des Hochschulbereichs erbracht sein können, nachgewiesen (§ 61 HSG).
Auf die Einstellungsvoraussetzungen des § 61 des Hochschulgesetzes des Landes Schleswig-Holstein wird hingewiesen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie hier: www.berufungen.uni-kiel.de.
Das Hochschulgesetz des Landes Schleswig-Holstein verpflichtet die Medizinische Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und die Sektion
Medizin der Universität zu Lübeck dazu, untereinander und mit dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein eng zusammenzuarbeiten, Schwerpunkte
zu bilden und diese aufeinander abzustimmen. Das Land erwartet, dass auch die Kliniken, Institute und neu berufene Wissenschaftler*innen in diesem Sinne miteinander kooperieren.
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel versteht sich als moderne und weltoffene Arbeitgeberin. Wir begrüßen Ihre Bewerbung unabhängig Ihres Alters, Ihres Geschlechts, Ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuellen Identität. Wir fördern die Gleichberechtigung der Geschlechter. Mehr zu unseren Werten können Sie unserem Verhaltenskodex entnehmen: https://www.uni-kiel.de/gf-praesidium/de/recht/interne-richtlinien/verha....
Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein: Bewerbungen von Schwerbehinderten und ihnen Gleichgestellten werden bei gleichwertiger Eignung bevorzugt berücksichtigt.
Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.
Die Hochschule ist bestrebt, den Anteil der Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.
Bitte beachten Sie, dass wir auf die Vorlage von Bewerbungsfotos ausdrücklich verzichten und daher darum bitten, hiervon abzusehen.
Das Vortragssymposium ist für den 15.12.2026 geplant. Wir bitten daher die Bewerber*innen, sich diesen Termin vorsorglich vorzumerken.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Schriftenverzeichnis, Verzeichnis der Lehrveranstaltungen, Kopien akademischer Zeugnisse)
werden unter Angabe der Privat- und Dienstadresse mit Telefonnummer und E-Mail bis zum 20.11.2026 (vorzugsweise in elektronischer Form) erbeten
an den Dekan der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Prof. Dr. med. Joachim Thiery, Arnold-Heller-Str. 3, 24105 Kiel.
Interessierte erhalten ein Schema zum Aufbau einer Bewerbung an der MF über unsere Homepage: https://www.medizin.uni-kiel.de/de/fakultaet/berufungsverfahren.