
Universitätsprofessur für Geburtshilfe und Pränatale Medizin
Mit rund 8.000 Beschäftigten in den unterschiedlichsten Berufsgruppen ist die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz einer der größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz. Wir betreuen über 300.000 Patient_innen jährlich - und sind gleichzeitig eine bedeutende Forschungs- und Ausbildungsstätte. Als Maximalversorger bieten wir Interessierten vielfältige Möglichkeiten, sich fachlich und persönlich weiter zu entwickeln.
An der Universitätsmedizin Mainz ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die
Universitätsprofessur für Geburtshilfe und Pränatale Medizin
(analog Bes.-Gr. W2 LBesG)
zu besetzen.
Gesucht wird eine Persönlichkeit (m/w/d), die das Gebiet der Geburtshilfe und Pränatalen Medizin in Forschung, Lehre und Krankenversorgung vertritt. Im Bereich der Krankenversorgung übernimmt die Professur die Leitung des Bereichs Geburtshilfe und Pränatale Medizin in der Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Frauengesundheit im Department für Frauen-, Kinder- und Jugendgesundheit. Neben den entsprechenden fachlichen Qualifikationen wird sehr gute Leitungskompetenz mit teamorientierter und gestaltender Arbeitsweise sowie ausgeprägter Kommunikationsfähigkeit erwartet.
Der Schwerpunkt der wissenschaftlichen Aufgaben der Professur liegt in der Erforschung von Zusammenhängen der Pathologie der embryonalen und fetalen Entwicklung. Die Professur soll zudem ein wichtiges Bindeglied zu verschiedenen Forschungsschwerpunkten sein, wie zum Beispiel dem Forschungszentrum für Immuntherapie, dem Forschungszentrum für Translationale Neurowissenschaften und dem Forschungszentrum Translationale Vaskuläre Biologie sowie zum Institut für Molekulare Biologie und zum Centre for Healthy Ageing. Wissenschaftliche Kompetenz im ausgeschriebenen Fachgebiet ist durch Publikationen und Drittmitteleinwerbungen zu belegen.
Besondere Bedeutung kommt der Vernetzung und interdisziplinären Zusammenarbeit innerhalb des Departments für Frauen-, Kinder- und Jugendgesundheit, insbesondere mit den Bereichen Neonatologie, Kinderchirurgie, Kinderkardiologie sowie mit der Humangenetik und Hebammenwissenschaft, zu. Es besteht die Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Seltene Erkrankungen. Außerdem trägt der Schwerpunkt der pränatalen Medizin maßgeblich zur Stärkung des interdisziplinären und hochaktuellen Forschungsfeldes Planetary Health an der Universitätsmedizin Mainz bei.
Der klinische Fokus liegt auf allen Bereichen der Geburtshilfe, auf der nichtinvasiven und der invasiven pränatalen Diagnostik sowie der Implementierung von Methoden der invasiven pränatalen Therapie. Eine leitende Funktion kommt der Professur insbesondere im Hinblick auf die Betreuung von Risikoschwangerschaften und -geburten einschließlich der Etablierung klinischer Standards und neuer Therapieverfahren zu. In der operativen Geburtshilfe sollen komplexe geburtshilfliche Eingriffe abgebildet und im Rahmen der Weiterbildung von Nachwuchskräften auch gelehrt werden. Voraussetzungen sind die ärztliche Approbation, eine abgeschlossene Weiterbildung zur Fachärztin bzw. zum Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und die Schwerpunkt-Weiterbildung Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin. Wünschenswert ist die Qualifikation DEGUM II im Bereich der pränatalen Sonografie. Die Professur trägt zudem zur Anwendung von digital- bzw. KI-gestützten Systemen im Bereich der sonographischen Diagnostik bei.
Die Professur bildet die Lehre im Bereich der Geburtshilfe und Perinatalmedizin ab. Eine Verzahnung mit dem Studiengang Hebammenwissenschaft ist gewünscht. Die Professur soll die Entwicklung der innovativen, fächerübergreifenden Lehre und Prüfungen für den Bereich der Geburtshilfe im Simulationslabor für Studierende der Humanmedizin und Hebammenwissenschaft proaktiv mitgestalten. Weiterhin setzt die Professur die Bereitschaft voraus, wissenschaftliche Nachwuchsförderung und hochschulische Weiterbildung zu gewährleisten. Gefordert sind sowohl nachweisbare Lehrkompetenz als auch die Habilitation oder alternativ Leistungen gemäß § 49 Abs. 1 Nr. 4 a) in Verbindung mit § 49 Abs. 2 Hochschulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz.
Alle übrigen Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 49 Hochschulgesetz des Landes Rheinland-Pfalz.
Grundsätzlich ist eine Einstellung in ein privatrechtliches Dienstverhältnis zur Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vorgesehen. Bei erfolgreichen Bewerbungen von Personen, die sich bereits in einem Beamtenverhältnis auf Lebenszeit befinden, ist eine Fortsetzung des Beamtenverhältnisses gemäß § 20 Abs. 2 Universitätsmedizingesetz möglich. Das Land Rheinland-Pfalz, die Johannes Gutenberg-Universität Mainz und die Universitätsmedizin vertreten ein Konzept der intensiven Betreuung der Studierenden und erwarten eine hohe Präsenz der Lehrenden an der Universität. Da mit der Professur sowohl Tätigkeiten in der Krankenversorgung als auch in der Lehre deutschsprachiger Studiengänge verbunden sind, werden die hierfür erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache vorausgesetzt. Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist bestrebt, den Anteil der Frauen am wissenschaftlichen Leitungspersonal zu erhöhen und bittet daher insbesondere Wissenschaftlerinnen, sich zu bewerben. Menschen mit Schwerbehinderung und die Ihnen nach § 2 Abs. 3 SGB IX gleichgestellten Menschen mit Behinderung werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt. Die Universitätsmedizin Mainz ist Mitglied im Dual-Career-Netzwerk Metropolregion Rhein-Main und unterstützt Partner_innen neu einzustellender Spitzenkräfte bei ihrer Stellensuche. Zudem unterstützt die Universitätsmedizin Mainz Berufene bei der Vermittlung von Kinderbetreuungsplätzen. Die Universitätsmedizin Mainz ist seit 2024 mit dem Gütesiegel für faire und transparente Berufungsverhandlungen in der Hochschulmedizin des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) ausgezeichnet.
Bewerbungen sind mit den üblichen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Urkunden, Forschungs-, Lehr- und Gleichstellungskonzept, Interventions-/OP-Katalog) einschließlich des Nachweises der bisherigen Lehrtätigkeit (inkl. Lehrzertifikate, ggf. Lehrevaluationen), Drittmitteleinwerbungen und Publikationen bis zum 27.09.2026 zu richten an den
Wissenschaftlichen Vorstand der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Herrn Univ.-Prof. Dr. Philipp Drees.
Bitte bewerben Sie sich über das Bewerbungsportal der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das Sie unter folgendem Link erreichen:
https://berufungsportal.uni-mainz.de/datenabfrage/Geburtshilfe_Praenatal...
Für Fragen und weitere Informationen steht Ihnen das Ressort Forschung und Lehre der Universitätsmedizin Mainz unter berufungen.um@uni-mainz.de oder telefonisch unter +49 6131/39-29546 zur Verfügung.