Leitfaden für mehr Energieeffizienz in Kliniken

23 Mai, 2023 - 07:45
Dr. Sabine Glöser
Nachhaltigkeit, Symbolbild

Das Institute for Health Care Business (hcb) hat im Auftrag der Stiftung Münch einen Leitfaden erarbeitet, den Krankenhäuser nutzen können, um ihre Energieeffizienz zu steigern. Kliniken würden damit nicht nur zum Klimaschutz beitragen, sondern auch Geld sparen, heißt es darin. Viele Technologien und Maßnahmen seien einfach umsetzbar. Einspareffekte gelängen bereits mit geringen Investitionen, auch größere Investitionen könnten sich oft nach wenigen Jahren amortisieren.

Der Studie zufolge haben Kliniken einen hohen Bedarf an Energie, insbesondere an Strom und Gas. Oft verschwendeten sie dabei noch viel Energie. Die Bausubstanz, heißt es weiter, sei häufig veraltet, die Gebäudetechnik nicht mehr zeitgemäß. Die Autoren nennen folgende Einsparpotenziale:

  • Licht und Beleuchtung: Die Umstellung auf LED spare Strom ein und amortisiere sich nach etwa zwei Jahren.
  • Zirkulations- und Umwälzpumpen: Der Austausch und Einbau moderner Hocheffizienzpumpen reduziere den Stromverbrauch auf einen Bruchteil und amortisiere sich innerhalb weniger Jahre.
  • Fotovoltaik: Die Anlagen könnten an fast jedem Krankenhaus angebracht werden, ob an Dach oder Fassade. Mit Solar-Hybridkollektoren lasse sich neben der Lichtenergie auch die Wärmeenergie der Sonne nutzen.
  • Raumklima und Kühlung: Schon mit dem Anpassen der Betriebsparameter wie Luftwechselrate und Temperatur ließen sich Einsparungen erzielen.

Darüber hinaus geht der Leitfaden darauf ein, wann die Installation von Blockheizkraftwerken sinnvoll ist und welche Optionen es für Heiz- und Dampfkessel gibt. Zudem zeigt er auf, wie sich die Gebäudedämmung in Kombination mit anderen Maßnahmen auswirkt. Letztlich erläutert er, wie sich die Mitarbeitenden energiesparend verhalten. Die Studie „Energieeffizienz im Krankenhaus – ein Handlungsleitfaden zu energiesparenden Ansätzen und Technologien“ ist im Internet kostenfrei abrufbar unter: https://www.stiftung-muench.org/

Dtsch Arztebl 2023; 120(21-22): [4]

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