COVID-19: Chatbot entlastet Klinikmitarbeitende

5 Mai, 2020 - 07:03
Dr. Sabine Glöser
Das automatisierte Auskunftssystem „GutenBot“ entstand innerhalb der von der Bundesregierung veranstalteten digitalen Gemeinschaftsaktion #WirVsVirus-Hackathon.

Die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz hat auf ihrer Internetseite einen digitalen Service für Bürgerinnen und Bürger eingerichtet, die sich über Symptome und Schutzmaßnahmen der Lungenerkrankung COVID-19 informieren wollen. Ziel ist es, die Krankenhausmitarbeitenden zu entlasten und Interessierten mit dem automatisierten Auskunftssystem schnell Antworten zu liefern.

Das Dialogsystem beantwortet online individuelle Fragen auf Knopfdruck und  funktioniert rund um die Uhr via Handy, Tablet oder am Computer. Im Chat mit dem „GutenBot“ können sich Interessierte über Schutzmaßnahmen und  Symptome des neuen Coronavirus informieren. Auf Wunsch erhalten sie am Ende des Chats zudem eine grundsätzliche Risikoabschätzung darüber, wann ein Arztbesuch empfehlenswert ist. Auf diese Art und Weise soll der digitale Service dazu beitragen, den massiven Zustrom von Erstanfragen bewältigen zu können.

„Die Einrichtung eines digitalen Service ist für uns der nächste Schritt zu schnelleren Informationen für unsere Patienten“, betonte Dr. Christian Elsner, Kaufmännischer Vorstand der Universitätsmedizin Mainz. Gerade in der jetzigen Situation sei es besonders wichtig, nicht nur über digitale Angebote zu sprechen, sondern diese auch sofort umzusetzen. Das automatisierte Auskunftssystem „GutenBot“ entstand innerhalb der von der Bundesregierung veranstalteten digitalen Gemeinschaftsaktion #WirVsVirus-Hackathon. Ein Hackathon ist ein Design- und Programmierwettbewerb, bei dem Teilnehmer innerhalb weniger Tage versuchen, Aufgaben zu lösen. Mehr als 40.000 Teilnehmende entwickelten während der Gemeinschaftsaktion innerhalb von 48 Stunden Ideen, die anderen Menschen in der Coronakrise helfen sollten. Ins Leben gerufen wurde der „GutenBot“ unter der Leitung des Gutenberg Health Hub der Universitätsmedizin Mainz und einer 18-köpfigen Freiwilligengruppe aus ganz Deutschland.

Dtsch Arztebl 2020; 117(19): [4]

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