Gute Jobtitel in Stellenanzeigen – darauf sollten Sie achten

13 Mai, 2020 - 06:33
Mike Heyden, Westpress
Wonach suchen Kandidaten? Kennen Sie deren Keywords und Schlüsselbegriffe? Falls nicht, sollten Sie sich damit auseinandersetzen.

Wie sehen gute Jobtitel für Online-Stellenangebote aus? Wir erklären Ihnen, wie Sie die passende Formulierung wählen. Und warum es sich lohnt, Zeit und Mühe in das Verfeinern der Texte Ihrer Stellenanzeigen zu investieren. Ein Gastbeitrag von Mike Heyden, Leiter Text & Konzept von der Personalmarketingagentur Westpress.

Gute Jobtitel entscheiden, ob Stellenangebote in Jobbörsen gefunden und aufgerufen werden. Wenn wir davon sprechen, dass sie funktionieren müssen, meint das vor allem Folgendes:

  • Jobtitel müssen aussagekräftig sein.
  • Jobtitel müssen in höchstem Maße zur Auffindbarkeit beitragen.

Dass das noch nicht selbstverständlich ist, zeigt ein Blick in die Online-Stellenmärkte. Unsere Tipps helfen Ihnen, zukünftig bessere Jobtitel für Stellenausschreibungen zu wählen.

Jobtitel müssen halten, was sie versprechen!

Um einen wirklich gut funktionierenden Jobtitel zu formulieren, braucht es immer eine inhaltliche Grundlage. Vergleichen Sie das Ganze mit einem News- oder Zeitungsartikel: Titel, Überschriften und Teaser müssen zu 100 % halten, was sie versprechen. Die hohe Kunst ist es, im Titel zusammenzufassen, worum es geht. So ist es auch bei einem Jobtitel für Jobbörsen.

  • Bei Print gilt: Die Aufmerksamkeitsspanne ist extrem kurz. Das Hirn muss sofort erfassen können, worum es geht.
  • Bei Online gilt: Faktoren wie die Suchmaschine, Parameter und Algorithmen haben entscheidenden Einfluss darauf, was Suchende überhaupt finden. Nehmen wir mal an, die Suchmaschinen kommen dem User so entgegen, dass er auch das findet, wonach er sucht. Dann müssen Sie wissen, wie User suchen.

Wählen Sie aussagekräftige Schlagwörter

In einen aussagekräftigen, gut funktionierenden Jobtitel für Online-Personalanzeigen im deutschsprachigen Raum gehört das hier:

  • ganze Schlagwörter, die dem User sofort sagen, was sich hinter dem Job verbirgt
  • branchenspezifische Schlagwörter, die für die Tätigkeit relevant sind
  • weitere Schlagwörter, die das Arbeitsumfeld beschreiben

Sie merken es: Es geht um prägnante Schlagwörter, die Sie identifizieren und sinnvoll verwenden müssen.

Folgendes sollten Sie hingegen unbedingt in einem Jobtitel vermeiden, weil es Talenten keinen Mehrwert bietet:

  • Abkürzungen, die nur innerhalb Ihres Unternehmens genutzt werden
  • Wörter, die nicht zur Auffindbarkeit beitragen, weil sie niemand sucht
  • Blabla, was vermeintlich cool klingt, aber eben Blabla ist und Blabla bleibt

Beispiele für gute und schlechte Jobtitel

Entscheiden Sie selbst, welche Jobtitel gut sind, um bei der Personalsuche via Onlinemedien zum Erfolg zu führen: Welcher Titel ist für Sie aussagekräftig? Welcher nicht ausreichend?

  • Fachärztin / Facharzt (m/w/d) Geriatrie
  • Arzt / Ärztin
  • Medizincontroller (w/m/d)
  • Entwickler / Softwareingenieur (m/w/d) Fehleranalyse Medizintechnik / Beatmungsgeräte
  • Leiter (m/w/d) im ausgewiesenen Bereich A3 (Sekt. II)
  • Med. Schr.-Krft. (m/w/d)
  • Examinierte Pflegefachkraft (m/w/d) Intensivstation
  • Medic-Ninja (Geschlecht egal) für die besten Patienten auf der ganzen Welt

Gute Jobtitel ergeben sich durch die Inhalte

Gute Jobtitel basieren letztendlich auf den zuvor kommunizierten (wenn möglich verschriftlichten) Inhalten einer zu besetzenden Position. Sie ergeben sich durch:

  • Die definierten Arbeitsbereiche: Was genau macht die Person täglich? Wie ist die Position strategisch und operativ verortet?
  • Die Qualifikationen: Was müssen Kandidaten mitbringen? Welche Art von Studium, was für eine Ausbildung genau?
  • Die Erfahrung der Kandidaten: Wonach suchen Kandidaten? Kennen Sie deren Keywords / Schlüsselbegriffe? Falls nicht, sollten Sie sich damit auseinandersetzen.

Nehmen Sie sich die Zeit und machen Sie sich die Mühe, die Inhalte sorgfältig aufzubereiten. Es lohnt sich. Denn genau dies sind die Fragen, auf die sich Jobsuchende Antworten wünschen. Und zwar, bevor sie Kontakt aufnehmen und sich bewerben. Lernen Sie zu verstehen, was für Ihre Zielgruppe wichtig ist. Dann können Sie direkt darauf eingehen, Talente überzeugen und für sich gewinnen.

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