Happiness Index: Was Arbeitnehmer glücklich macht

20 Januar, 2020 - 10:50
Dr. Sabine Glöser

Die meisten deutschen Arbeitnehmer (89 Prozent) sind mit ihrem Job „sehr zufrieden“ oder „überwiegend zufrieden“. Wichtig ist ihnen vor allem die finanzielle Sicherheit.

Das ist das Ergebnis des sogenannten Happiness Index 2019, für den das Unternehmen Wrike 4.009 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitenden in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA befragt hat. 1.002 der Befragten kamen aus Deutschland.

Die Details: Mehr als jeder zweite US-Amerikaner (58 Prozent) und Brite (54 Prozent) hat schon einmal sein Glück über das Gehalt gestellt, indem er eine Stelle angenommen hat, die ihm weniger Geld brachte, ihn aber insgesamt glücklicher machte. Für deutsche Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer scheint diese Strategie weniger attraktiv zu sein. Nur knapp ein Drittel (29 Prozent) hat den Ergebnissen zufolge in der beruflichen Karriere persönliches Glück einem höheren Gehalt vorgezogen.

Für die meisten Deutschen steht das Gehalt an erster Stelle jener Faktoren, die für ihr Glücksgefühl am Arbeitsplatz wichtig sind. Es folgen das Gefühl, eine sinnvolle Arbeit zu erledigen sowie flexible Arbeitszeiten zu haben oder die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten. Daneben tragen der Standort des Büros, Unternehmenskultur und Renommee sowie Management und Führungskultur zum Arbeitsglück der Deutschen bei.

Allerdings verliert die Höhe des Gehalts an Bedeutung, je zufriedener Mitarbeitende in ihrem Unternehmen sind. Auf die Frage, welche Extraleistungen des Arbeitgebers für die Zufriedenheit am wichtigsten sind, antworteten 47 Prozent der Befragten aus Deutschland, die sich zuvor als „unglücklich“ im Job bezeichnet hatten, mit: „Ich will keine Extras, sondern mehr Geld.“ Unter den „sehr zufriedenen“ Befragten wollten indes nur 18 Prozent eine Gehaltserhöhung. Sie legten stattdessen mehr Wert auf Extras wie Firmenevents, kostenloses Mittagessen oder ein firmeneigenes Fitnessstudio.

Dtsch Arztebl 2019; 116(27-28): [4]

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