Beste Karrierechancen gibt’s auf dem Land

10 Februar, 2020 - 14:53
Dr. Sabine Glöser

Die Krankenhäuser mit den besten Karrierechancen befinden sich auf dem Land – und nicht in einer Großstadt. Zumindest ergab das eine Analyse des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der Magazine Focus und Focus Money. Dazu untersuchte das Institut die beruflichen Entwicklungschancen in den nach Mitarbeiterzahl größten 1 500 Krankenhäusern sowie 650 Pflege- und Gesundheitsunternehmen in Deutschland. Die am besten bewerteten Unternehmen erhielten das Siegel „Top-Karrierechancen“.

Die wichtigsten Ergebnisse: Insgesamt 122 Krankenhäuser und 88 Unternehmen aus der Pflege- und Gesundheitsbranche bieten ihren Mitarbeitern „Top-Karrierechancen“. In je drei von fünf Kategorien hat der Spitzenreiter seinen Standort nicht in einer Großstadt. Viele der am besten bewerteten Arbeitgeber finden sich unter den öffentlichen Krankenhäusern, von denen 38 Kliniken ausgezeichnet wurden. Den ersten Platz belegte das Klinikum Altenburger Land im thüringischen Altenburg, das in Stellenanzeigen Hilfe bei der Wohnungssuche und einen Betriebskindergarten verspricht. Fernab von der Hektik befindet sich auch die Schön Klinik Vogtareuth. Die von 23 ausgezeichneten privaten Krankenhäusern am besten bewertete Klinik in der Nähe des Chiemsees bietet Angestellten zum Beispiel eine Vielzahl praxisnaher Fort- und Weiterbildungen.

In der Pflege- und Gesundheitsbranche schnitt der Sektor Sozial- und Gesundheitswesen am besten ab, zu dem Stiftungen, kirchliche Einrichtungen und Wohlfahrtsverbände zählen. Spitzenreiter von 28 ausgezeichneten Betrieben ist das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands aus dem schwäbischen Ebersbach. Auch 24 Pflege- und Hilfsdienste bieten ihren Angestellten beste Karrierechancen.

Das IMWF analysierte mithilfe eines Fragebogens Fakten zu Entlohnung, Aufstiegschancen, Weiterqualifizierung sowie Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zudem bewertete das Institut die Onlinereputation der Arbeitgeber in Bezug auf Arbeitsklima, Karriere und Unternehmenskultur.

Dtsch Arztebl 2019; 116(9): [4]

Das könnte Sie auch interessieren: