Das Einstiegsgehalt als Arzt: Was können Sie wo verdienen?

2 Juni, 2020 - 14:59
Lukas Hoffmann / Stefanie Hanke

Kommunales Klinikum, Uniklinikum, kirchlicher oder privater Träger? Das Gehalt von angestellten Ärzten ist in den jeweiligen Tarifverträgen geregelt. Wie groß sind die Unterschiede?
 


Auf einen Blick: Gehaltsspanne bei Einstiegsgehältern

Karrierestufe: Gehaltsspanne: Durchschnittsgehalt:

Assistenzarzt

4.603 Euro – 4.866 Euro

4.700 Euro

Facharzt

6.063 Euro – 6.391 Euro

6.186 Euro

Oberarzt

7.592 Euro – 8.010 Euro

7.740 Euro

In Deutschland gibt es etwa 2.000 Kliniken, die von privaten Anbietern, von öffentlichen und von freigemeinnützigen Trägern betrieben werden. Anders als bei niedergelassenen Ärzten, die durch unternehmerisches Geschick großen Einfluss auf das eigene Gehalt nehmen können, ist das Einkommen von Klinikärzten vertraglich geregelt.

Aber was bedeutet das konkret? In den folgenden drei Grafiken haben wir für Sie dargestellt, welche Einstiegsgehälter Assistenzärzte, Fachärzte und Oberärzte bei verschiedenen Trägern erwarten können.

Einstiegsgehalt als Assistenzarzt in Uniklinik und Privatklinik

Am meisten Gehalt bekommen Assistenzärzte im 1. Arbeitsjahr bei Helios gezahlt, nämlich 4.866 Euro/brutto pro Monat. Tatsächlich dürfte es noch etwas mehr sein, weil insbesondere Assistenzärzte oft für Bereitschaftsdienste verpflichtet werden, die pro Dienst noch einmal mit rund 300 Euro zusätzlich vergütet werden.

Einstiegsgehalt als Facharzt in Uniklinik und Privatklinik

Auch Fachärzte im ersten Arbeitsjahr bekommen bei Helios am meisten Geld, nämlich 6.276 Euro/brutto pro Monat bei einer Vollzeitanstellung von 40 Stunden/Woche. Noch etwas mehr gibt es bei kirchlichen Trägern und Universitätskliniken. Allerdings müssen Fachärzte hier laut Tarifvertrag 42 Stunden pro Woche arbeiten.

Einstiegsgehalt als Oberarzt in Uniklinik und Privatklinik

Und wie sieht es mit Einstiegsgehalt von Oberärzten aus? Die Helios-Kliniken sind auch hier ganz vorn. Oberärzte verdienen in der Klinikgruppe über 400 Euro mehr pro Monat in Kliniken kommunaler Träger.

Fazit: Bei den Gehältern liegen die verschiedenen Klinikträger relativ dicht beieinander. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber spielen also in der Regel andere Faktoren eine Rolle.

Quelle: Marburger Bund

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