Das Einstiegsgehalt als Arzt oder Ärztin: Was können Sie wo verdienen?

22 Juni, 2026 - 07:59
Lukas Hoffmann / Stefanie Hanke
Euromünzen liegen auf Euroscheinen

Kommunales Klinikum, Uniklinikum, kirchlicher oder privater Träger? Das Gehalt von angestellten Ärztinnen und Ärzten ist in den jeweiligen Tarifverträgen geregelt. Wie groß sind die Unterschiede?
 


Auf einen Blick: Gehaltsspanne bei Einstiegsgehältern was verdient ein Arzt oder eine Ärztin?
 

Karrierestufe: Gehaltsspanne: Durchschnittsgehalt:

Assistenzarzt

5.624 Euro – 5.885 Euro

5.730 Euro

Facharzt

7.321 Euro – 7.680 Euro

7.508 Euro

Oberarzt

9.167 Euro – 9.616 Euro

9.416 Euro

In Deutschland gibt es etwa 1.840 Kliniken und Krankenhäuser, die von privaten Anbietern, von öffentlichen und von freigemeinnützigen Trägern betrieben werden. Anders als bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, die durch unternehmerisches Geschick großen Einfluss auf das eigene Gehalt nehmen können, ist das Einkommen in Kliniken durch Tarifverträge geregelt.

Aber was bedeutet das konkret? In den folgenden drei Grafiken haben wir für Sie dargestellt, welche Einstiegsgehälter Sie auf den einzelnen Hierarchieebenen bei verschiedenen Trägern erwarten können.

Einstiegsgehälter als Assistenzarzt / -ärztin

Durchschnittlich verdienen Assistenzärztinnen und Assistenzärzte beim Start in die Weiterbildung 5.730 Euro monatlich. Bei zwölf Monatsgehältern summiert sich das Gehalt auf rund 69.000 Euro im Jahr. Tatsächlich dürfte es noch etwas mehr sein, weil insbesondere Assistenzärztinnen und -ärzte oft für Bereitschaftsdienste verpflichtet werden, die pro Dienst noch einmal mit 250 bis 450 Euro zusätzlich vergütet werden.

Einstiegsgehälter als Facharzt / -ärztin

Fachärztinnen und -ärzte im ersten Arbeitsjahr bekommen im Durchschnitt rund 7.500 Euro im Monat.

Einstiegsgehälter als Oberarzt / -ärztin

Und wie sieht es mit Einstiegsgehalt von Oberärztinnen und Oberärzten aus? Hier gibt es durchschnittlich rund 9.400 Euro im Monat.

Fazit: Bei den Gehältern liegen die verschiedenen Klinikträger relativ dicht beieinander. Bei der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitgeber spielen also in der Regel andere Faktoren eine Rolle. Auch, wenn aktuell bestimmte Träger mehr zahlen als andere, kann sich das durch die nächste Tarifrunde schnell ändern.

Quellen: Marburger Bund, Tarifverträge, Fachinformationsystem Kirchenrecht (Stand Juni 2026)

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