Ruhr-Universität Bochum fördert Karriere von Ärztinnen

19 Oktober, 2020 - 09:38
Dr. Sabine Glöser
Ärztin

Die Universitätskliniken der Ruhr-Universität Bochum (RUB) starten im November dieses Jahres ein neues interdisziplinäres Programm, um Ärztinnen in ihrer Karriere zu unterstützen und sie zu motivieren, sich neben der klinischen Weiterbildung auch in der Forschung und Lehre zu engagieren. Ziel ist es, den Frauenanteil der Führungspositionen in der klinischen Medizin der Universitätskliniken der RUB zu erhöhen.

An dem neuen Programm können Ärztinnen während ihrer Facharztweiterbildung teilnehmen. Durch Netzwerkarbeit, Workshops und ein regelmäßiges Mentoring sollen sie in ihrer Karriere gefördert werden. Dabei liegt der Schwerpunkt darauf, klinische Weiterbildung mit wissenschaftlicher Forschung und Lehrtätigkeit zu harmonisieren. So sollen die Teilnehmerinnen die bestmöglichen Voraussetzungen auf dem Weg zur Oberärztin an einer Universitätsklinik erlangen.

Bewerben können sich Ärztinnen aller Fachrichtungen in der Facharztweiterbildung, die erstens eine abgeschlossene Promotion oder Promotion in der Endphase vorweisen können, zweitens mindestens zwei Jahre in Weiterbildung in dem Fachgebiet absolviert haben, in dem sie die Qualifikation zur Fachärztin anstreben, und die drittens die Bereitschaft mitbringen, an einem interdisziplinären klinischen Forschungsprojekt mitzuwirken.

Das interdisziplinäre Programm heißt „MentÄ – Erfolgreich in Klinik und Wissenschaft“. Gefördert wird es von der Medizinischen Fakultät und dem Lore-Agnes-Programm der Ruhr-Universität Bochum. Mit dem Lore-Agnes-Programm will die RUB die Schaffung von Chancengleichheit der Geschlechter unterstützen. Dafür stellt das Rektorat einmal im Jahr Fördermittel für konkrete Projekte zur Gleichstellung der Geschlechter zur Verfügung. Darüber hinaus verleiht die Ruhr-Universität alle zwei Jahre den Lore-Agnes-Preis, mit dem sie herausragende Maßnahmen zur Gleichstellungsarbeit in den Fakultäten und Einheiten der Universität auszeichnet.

Dtsch Arztebl 2020; 117(43): [4]

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