Prof. Dr. Timo Zippelius: „Unabdingbar ist für mich ein hochmotiviertes, vertrauensvolles Team“

23 April, 2026 - 08:10
Dr. Sabine Glöser
Köpfe und Karriere: Prof. Dr. med. Timo Zippelius
Prof. Dr. med. Timo Zippelius ist seit 1. Januar 2026 Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach.

Über wichtige Erfahrungen, gewonnene Einsichten und ausgefallene Wünsche spricht aerztestellen.de mit erfolgreichen Ärztinnen und Ärzten. Dieses Mal stellt sich Prof. Dr. med. Timo Zippelius unseren Fragen. Er ist seit 1. Januar 2026 Chefarzt der Wirbelsäulenchirurgie am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach.

Herr Professor Zippelius, warum eigentlich sind Sie Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie geworden?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Die Kombination aus handwerklicher Präzision, komplexer Biomechanik und der Möglichkeit, Patientinnen und Patienten mit schweren Bewegungseinschränkungen nachhaltig zu helfen, hat mich von Anfang an fasziniert.

Was ist für Sie unabdingbar, damit Sie gut arbeiten können?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Unabdingbar ist für mich ein hochmotiviertes, vertrauensvolles Team, anspruchsvolle Operationen und ausreichend Zeit für sorgfältige Planung und Nachsorge.

Wie lautet der beste Rat, den Sie auf Ihrem Karriereweg bekommen haben?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Konzentriere Dich immer auf das, was Patienten wirklich nutzt – und nicht auf das, was am schnellsten oder lukrativsten erscheint.

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

Was treibt Sie an?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Mich treibt einerseits der Wunsch an, bei schwierigen Erkrankungen Lösungen zu finden und dadurch Lebensqualität zurückzugeben, andererseits junge Ärztinnen und Ärzte auszubilden und sie auf ihrem Weg zu unterstützen.

Mit wem würden Sie gern einmal einen Abend verbringen?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Gern würde ich einen Abend mit Hippokrates verbringen. Seine Meinung zur heutigen Entwicklung der Medizin würde mich interessieren.

Was raten Sie jungen Ärztinnen und Ärzten?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Bildet Euch breit, sucht Euch früh Mentorinnen oder Mentoren und verliert nie die Freude an der direkten Patientenversorgung aus den Augen. Den Menschen hinter der Erkrankung zu verstehen, ist notwendig für die erfolgreiche Behandlung.

Wie gelingt Ihnen eine gesunde Work-Life-Balance?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Das gelingt mir mit einer klaren Priorisierung, konsequenter Zeiteinteilung, Sport und bewusstem Abschalten am Wochenende mit der Familie.

Woran mangelt es dem deutschen Gesundheitssystem?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Es fehlt an einer auskömmlichen Finanzierung für Qualität und Personal, an weniger Bürokratie und an einer stärkeren Wertschätzung der ärztlichen und pflegerischen Kernarbeit gegenüber administrativen Vorgaben.

Wann sind Sie glücklich?

Prof. Dr. med. Timo Zippelius: Ich bin glücklich, wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringen kann.

 

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