Digitale Technologien optimieren Logistikprozesse

23 März, 2021 - 07:41
Dr. Sabine Glöser
Digitale Technologien

Transparente Logistikprozesse in Krankenhäusern erleichtern das Tagesgeschäft enorm. So können integrierte digitale Technologien und entsprechend qualifiziertes Personal die Qualität und Effizienz der Patientenversorgung steigern und Pflegekräfte entlasten. Zudem werden weniger Fläche, Material und Personalkapazitäten verschwendet. Das zumindest ist das Ergebnis des Projektes „Hospital 4.0 − Schlanke digital-unterstützte Logistikprozesse in Krankenhäusern“ des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT).

Die Wissenschaftler untersuchten, wie die Logistik in Krankenhäusern durch technologiebasierte Prozesse optimiert werden kann. Im Mittelpunkt standen Medizinprodukte, Verbrauchsmaterialien und Betten. Zugleich setzten sie ein Weiterbildungsprogramm für das Klinikpersonal deutschlandweit um, um die erarbeiteten Konzepte und Methoden zu vermitteln. „Der Einsatz etwa von Radio-Frequency Identification (RFID) macht relevante Informationen in Echtzeit verfügbar und ermöglicht die Vernetzung aller am Klinikbetrieb beteiligten Akteure und Ressourcen“, sagte Prof. Dr. Henner Gimpel von der Projektgruppe Wirtschaftsinformatik des FIT. So könne erhebliches Potenzial für eine verbesserte Krankenhausversorgung gehoben werden.

01.04.2021, Psychiatrische Klinik Lüneburg gemeinnützige GmbH
Stade
02.04.2021, DEPVA GmbH

Auf Basis einer umfassenden Prozess- und Potenzialanalyse entwickelten die Wissenschaftler zu Beginn des Projektes eine Vision der Krankenhauslogistik im Jahr 2030. Im Fokus standen die beiden Referenzprozesse Lagerlogistik und Bettenmanagement. Für diese Prozesse erarbeiteten sie, wie man eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche, schlanke und digitale Krankenhauslogistik erreichen kann. Dazu definierten sie Prozessstrukturen, den optimalen Materialfluss und die notwendigen Informationsflüsse.

An dem Projekt beteiligten sich neben der Projektgruppe des FIT auch das Universitätsklinikum Augsburg, das Klinikum Bayreuth, die Technische Hochschule Ingolstadt und das Software-Unternehmen Polavis.

Dtsch Arztebl 2021; 118(12): [4]

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