Bessere interprofessionelle Zusammenarbeit

22 Januar, 2020 - 14:32
Dr. Sabine Glöser

Für die Assistenzärzte und Medizinstudierenden im Hartmannbund ist die gute Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen in der medizinischen Versorgung ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Patientenbehandlung. Aus diesem Grund hat der ärztliche Nachwuchs sowohl die Universitäten als auch die Weiterbildungsstätten aufgefordert, in interprofessionellen Teams bereits frühzeitig die Basis zu schaffen für eine gut funktionierende Patientenversorgung.

Für unbedingt notwendig halten es die angehenden und jungen Ärztinnen und Ärzte, die interprofessionelle Kommunikation mehr zu fördern. Ihnen zufolge sollten die Einrichtungen genügend finanzielle als auch zeitliche Ressourcen für eine gemeinsame Ausbildung des berufsgruppenübergreifenden Personals zur Verfügung stellen. Schon auf ihren jeweiligen Herbstsitzungen hatten Assistenzärzte und Medizinstudierende die Relevanz dieses Themas hervorgehoben.

„Kommunikation ist eine zentrale Schnittstelle des täglichen medizinischen Handelns“, betonten die Vorsitzenden des Assistenzärzteausschusses, Dr. Dr. Galina Fischer und Theodor Uden. Durch unterschiedliche Kommunikationsweisen der verschiedenen Berufsgruppen und mangelnde Strukturen für eine gute Zusammenarbeit in der Medizin könnten Missverständnisse entstehen. Im schlimmsten Fall habe das eine unzureichende Patientenversorgung oder Mehrarbeit zur Folge.

„Dem gemeinsamen Ziel aller in der medizinischen Versorgung tätigen Akteure, nämlich einer guten Patientenversorgung, nützt eine symmetrische Kommunikation“, fügte Christian Wolfram, Vorsitzender der Studierenden im Hartmannbund, hinzu. Er hält es deshalb für wichtig, dass die Verantwortlichen das Thema „Interprofessionelle Kommunikation“ möglichst schnell in Lehre und Weiterbildung etabl-ieren und in den verschiedenen Arbeitsbereichen Strukturen schaffen, die eine gute interprofessionelle Zusammenarbeit fördern.

Dtsch Arztebl 2020; 117(1-2): [4]

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