Dr. Hammerich: „Ich möchte gute und moderne Medizin machen“

5 November, 2026 - 06:17
Dr. Sabine Glöser
Köpfe und Karriere: Dr. Sebastian Hammerich
Dr. med. Sebastian Hammerich ist seit 1. September 2026 Chefarzt der Interdisziplinären Notaufnahme am Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig.

Über wichtige Erfahrungen, gewonnene Einsichten und ausgefallene Wünsche spricht aerztestellen.de mit erfolgreichen Ärztinnen und Ärzten. Dieses Mal stellt sich Dr. med. Sebastian Hammerich unseren Fragen. Er ist seit 1. September 2026 Chefarzt der Interdisziplinären Notaufnahme am Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig.

Herr Dr. Hammerich, warum eigentlich haben Sie sich auf die Notfallmedizin spezialisiert?

Dr. Sebastian Hammerich: Ich bin ein neugieriger Mensch und treffe gern Entscheidungen. In der Notfallmedizin weiß man nie genau, was im nächsten Moment passiert und welche Herausforderungen akut darauf warten, gelöst zu werden.

Was ist für Sie unabdingbar, damit Sie gut arbeiten können?

Dr. Sebastian Hammerich: Für mich ist ein motiviertes und fachlich versiertes Team unabdingbar, in dem sich jede und jeder aufeinander verlassen kann.

Wie lautet der beste Rat, den Sie auf Ihrem Karriereweg bekommen haben?

Dr. Sebastian Hammerich: Arbeite so, dass du nach Feierabend noch in den Spiegel schauen kannst.

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Dr. Sebastian Hammerich: Ich schätze Aufrichtigkeit und einen weltoffenen Geist.

Was treibt Sie an?

Dr. Sebastian Hammerich: Beruflich möchte ich gute und moderne Medizin machen und die nötigen Rahmenbedingungen dafür schaffen. Ich sehe es als meine Aufgabe, dafür geeignete Strategien zu entwickeln und umzusetzen. Privat will ich gern ein guter Vater, Ehemann und Freund sein.

Mit wem würden Sie gern einmal einen Abend verbringen?

Dr. Sebastian Hammerich: Mit Jürgen Klopp. Mich interessiert an ihm, wie er es schafft, über so lange Zeit auf höchstem Niveau erfolgreich zu arbeiten, während jede seiner Entscheidungen in der breiten Öffentlichkeit mitdiskutiert wird. Zudem hoffe ich in seinem Beisein auf einen launigen Abend.

Was raten Sie jungen Ärztinnen und Ärzten?

Dr. Sebastian Hammerich: Der Dreiklang aus gewählter Fachrichtung, beruflichem Umfeld und Privatleben sollte zu persönlicher Zufriedenheit führen – auch wenn dies bedeutet, Kompromisse einzugehen. Zufriedenheit ist eine zentrale Kraft, die dabei hilft, die täglichen Herausforderungen besser zu meistern und vorhandene Potenziale voll auszuschöpfen.

Wie gelingt Ihnen eine gesunde Work-Life-Balance?

Dr. Sebastian Hammerich: Indem ich mich regelmäßig daran erinnere, dass es ein Leben neben der Arbeit gibt und ich mir dafür bewusst Zeit nehme. Das gelingt mir nicht immer gleichermaßen gut, aber ich werde doch immer besser darin, auf mich zu hören und zu achten.

Woran mangelt es dem deutschen Gesundheitssystem?

Dr. Sebastian Hammerich: Es fehlt meines Erachtens eine visionäre und zukunftsweisende Reform, die Digitalisierung und Effizienz mit Menschlichkeit und Mitgefühl verbindet. Und es mangelt daran, dass notwendige Änderungen verständlich erklärt werden.

Wann sind Sie glücklich?

Dr. Sebastian Hammerich: Ich bin glücklich in Momenten, in denen ich mit lieben und vertrauten Menschen die Zeit vergesse.

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