Dr. Weber: „Ich wünsche mir weniger Bürokratie und mehr Zeit für meine Patientinnen“

26 Juni, 2025 - 07:31
Dr. Sabine Glöser
Köpfe und Karriere: Dr. med. Stephani Weber
Dr. med. Stephani Weber ist seit 1. Januar 2025 neue Chefärztin der Klinik für Gynäkologie am Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken in Georgsmarienhütte.

Über wichtige Erfahrungen, gewonnene Einsichten und ausgefallene Wünsche spricht aerztestellen.de mit erfolgreichen Ärztinnen und Ärzten. Dieses Mal stellt sich Dr. med. Stephani Weber unseren Fragen. Sie ist seit 1. Januar 2025 neue Chefärztin der Klinik für Gynäkologie am Franziskus-Hospital Harderberg der Niels-Stensen-Kliniken in Georgsmarienhütte.

Frau Dr. Weber, warum eigentlich sind Sie Gynäkologin geworden?

Dr. Stephani Weber: Die Gynäkologie umfasst eine unglaubliche Behandlungsvielfalt, laufende Weiterentwicklung und eine starke interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Was ist für Sie unabdingbar, damit Sie gut arbeiten können?

Dr. Stephani Weber: Für mich ist es wichtig, allen Kolleginnen und Kollegen auf Augenhöhe zu begegnen. Nur gemeinsam mit allen Berufsgruppen können wir das Beste für unsere Patientinnen erreichen.

Wie lautet der beste Rat, den Sie auf Ihrem Karriereweg bekommen haben?

Dr. Stephani Weber: Viele tolle Menschen haben mich bisher begleitet. Wichtig war und ist es mir immer, meinen eigenen Weg zu finden.

Was schätzen Sie an anderen Menschen am meisten?

Dr. Stephani Weber: Teamfähigkeit und Offenheit für Veränderungen schätze ich sehr. Die aktuelle Situation im Gesundheitswesen verlangt Patientinnen und Patienten viel ab, ebenso allen Mitarbeitenden. In jeder Veränderung steckt aber auch immer eine Chance.

Was treibt Sie an?

Dr. Stephani Weber: Die Begleitung schwerkranker Patientinnen ist für mich ein großer Antrieb.

Mit wem würden Sie gern einmal einen Abend verbringen?

Dr. Stephani Weber: Einen Kaffee würde ich gern mit Professor Jalid Sehouli trinken. Seine Arbeit inspiriert mich sehr.

Was raten Sie jungen Ärztinnen und Ärzten?

Dr. Stephani Weber: Bleibt neugierig und macht das, was euch Freude bereitet.

Wie gelingt Ihnen eine gesunde Work-Life-Balance?

Dr. Stephani Weber: Dank meiner Familie und vielen Spaziergängen mit unserem Hund kann ich gut abschalten.

Woran mangelt es dem deutschen Gesundheitssystem?

Dr. Stephani Weber: Ich wünsche mir weniger Bürokratie und Kostendruck und dafür mehr Zeit für meine Patientinnen und deren Angehörige.

Wann sind Sie glücklich?

Dr. Stephani Weber: Da gibt es viele Situationen. Im beruflichen Kontext bin ich glücklich nach einem abwechslungsreichen Arbeitsalltag mit vielen Patientenkontakten im OP, in der Sprechstunde und im Austausch mit Kolleginnen und Kollegen.

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