Medizinische Versorgung weltweit: Wo gibt es die meisten Ärztinnen und Ärzte?

15 April, 2021 - 08:50
Stefanie Hanke
Ärzte weltweit

Ärztinnen und Ärzte sind gefragt – überall auf der Welt. Aber wie groß ist die Arztdichte in verschiedenen Ländern? Zahlen der OECD zeigen: Da gibt es große Unterschiede.

35 Staaten sind in die Untersuchung der OECD eingeflossen. Die Daten zeigen: Besonders hoch ist die Arztdichte in vielen europäischen Ländern. So gibt es in Österreich im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten praktizierenden Ärztinnen und Ärzte: Von 1.000 Menschen sind es hier 5,2 Personen. Auf dem zweiten Platz liegt Norwegen mit 4,9 Ärztinnen und Ärzten. Etwas weniger sind es in Deutschland, Schweden und der Schweiz: Hier liegt die Arztquote bei 4,3 Medizinern pro 1.000 Einwohner.

Doch auch innerhalb der EU gibt es große Unterschiede: In Polen, dem europäischen Schlusslicht der untersuchten Staaten, gibt es pro 1.000 Einwohner nur 2,4 Ärztinnen und Ärzte – weniger als halb so viele wie im Spitzenreiter Österreich. Und auch in Luxemburg liegt die Medizinerquote deutlich niedriger als in den meisten anderen EU-Staaten: Hier gibt es auf 1.000 Einwohner nur 3,0 Ärztinnen und Ärzte.

Betrachtet man die G7-Staaten, stehen die drei EU-Länder Deutschland (Arztquote 4,3), Italien (4,0) und Frankreich (3,4) an der Spitze. In Japan liegt der Wert mit 2,5 Ärztinnen und Ärzten pro 1.000 Einwohner deutlich niedriger, in den USA sieht es mit 2,6 Ärztinnen und Ärzten ähnlich aus. Kanada (2,8) und Großbritannien (3,0) liegen im Mittelfeld.

In Asien ist die Arztdichte deutlich niedriger als in Europa: So praktizieren in China pro 1.000 Einwohner nur 2,0 Ärztinnen und Ärzte, in Südkorea sind es 2,4. Schlusslicht der internationalen Auswertung bildet Indien: Auf dem Subkontinent gibt es pro 1.000 Einwohner nur 0,8 Ärztinnen und Ärzte.

Quelle: OECD (2021), Doctors (indicator). doi: 10.1787/4355e1ec-en (Accessed on 07 April 2021)

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