
Assistenzärztinnen und Assistenzärzte stehen als frisch approbierte Ärztinnen und Ärzte relativ weit unten in der Gehaltshierarchie. Ihr Gehalt ist in den meisten Fällen nach Tarifverträgen geregelt, aber es hängt auch von dem jeweiligen Arbeitgeber und ihrer Berufserfahrung ab. Deshalb bleibt die Frage offen: Wie viel Geld bekommen Assistenzärztinnen und -ärzte tatsächlich am Ende des Monats? Das erfahren Sie in diesem Beitrag.
Assistenzärztinnen und -ärzte haben ihre Facharzt-Weiterbildung noch nicht abgeschlossen, arbeiten aber als vollwertige Ärztinnen und Ärzte im Krankenhaus und werden zu den Besserverdienenden im Gesundheitswesen gezählt – besonders, wenn man beispielsweise mit Pflegekräften vergleicht:
Abhängig vom jeweilig gültigen Tarifvertrag ist ein Einstiegsgehalt von 69.000 Euro brutto im Jahr möglich. Mit zunehmender Erfahrung steigt das durchschnittliche Gehalt nach sechs Jahren auf 87.000 Euro brutto im Jahr. Das tatsächliche Einkommen kann aber abhängig von Facharztrichtung, Erfahrung, Unternehmensgröße und Standort variieren.
Was verdienen Assistenzärztinnen und -ärzte wirklich?
Für den „Gehaltscheck 2026“ hat das Karriere-Portal Kununu insgesamt mehr als 1,1 Millionen Gehaltangaben von Vollzeitbeschäftigten aus ganz verschiedenen Berufen und Branchen ausgewertet. Dabei wurden ausschließlich die Bruttogehälter abgefragt und es gab 2.087 Gehaltsangaben von Assistenzärztinnen und Assistenzärzten. Im Durchschnitt ihrer Zeit als Assistenzärztin und Assistenzarzt, die meistens fünf bis sechs Jahre dauert, verdienen sie 68.300 Euro im Jahr. Das entspricht einem durchschnittlichen Monatsgehalt von 5.693 Euro (bei 12 Monatsgehältern).
Die Gehaltsspanne ist breit: Sie variiert von 49.300 Euro bis 99.300 Euro im Jahr. Ganz besonders auffällig dabei ist der Gender-Pay-Gap: Frauen verdienen mit 64.700 Euro im Jahr auch hier durchschnittlich weniger als Männer (71.800 Euro im Jahr).
Gehalt steigt mit zunehmender Erfahrung
Die Gehälter steigen mit zunehmender Erfahrung, wie es in den Tarifverträgen ausgehandelt worden ist. Innerhalb der ersten drei Jahren bekommen Assistenzärztinnen und Assistenzärzte im Durchschnitt 63.600 Euro brutto im Jahr.
Nach Geschlechtern segmentiert bedeutet das: Männer steigen mit 65.400 brutto im Jahr in die Berufspraxis als Assistenzarzt ein. Frauen starten dagegen mit 61.100 Euro brutto. Das entspricht einem Gehaltsunterschied von sieben Prozent.
Dieser Gender-Pay-Gap bleibt nicht nur mit zunehmender Erfahrung bestehen, sondern vergrößert sich sogar. Nach zehn Jahren Berufserfahrung beträgt das durchschnittliche Jahresgehalt bei Vollzeitarbeit von männlichen Assistenzärzten 80.600 Euro und bei Frauen 63.100 Euro, wodurch sich der Gender-Pay-Gap auf 22 Prozent erhöht hat. Insgesamt liegt das Durchschnittsgehalt dann bei 70.000 Euro. Hierbei handelt es sich um Brutto-Jahresgehälter und was am Ende netto wirklich auf dem Konto landet, ist von der individuellen Steuerklasse abhängig.
Quelle: Kununu Gehaltscheck 2026 (Stichtag 22.06.2026)


