In Deutschland arbeiten: Woher kommen ausländische Ärztinnen und Ärzte?

12 Mai, 2022 - 12:50
Stefanie Hanke
Ärzteteam

Wegen des Ärztemangels sind sie sehr gefragt: Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland. Aber aus welchen Ländern kommen die meisten Mediziner zu uns? Und wie viele sind es insgesamt? Das erfahren Sie im Beitrag.

Die Ärzteschaft in Deutschland wird bunter: Mehr als 57.000 Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland arbeiten derzeit in der Bundesrepublik. Das geht aus der aktuellen Statistik der Bundesärztekammer (Stand: Dezember 2021) hervor. Das bedeutet: Bei insgesamt 548.302 Ärztinnen und Ärzten in Deutschland kommen mehr als 10 Prozent aus einem anderen Land.

Im Jahr 2020 ist die Zahl der ausländischen Ärztinnen und Ärzte um rund 1.057 Personen gestiegen – das ist ein Plus von knapp 2 Prozent. Insgesamt lässt sich beobachten: Die Zahl ausländischer Ärztinnen und Ärzte in Deutschland steigt seit Jahren an. In den vergangenen 25 Jahren hat sie sich etwa verfünffacht. Für das Gesundheitssystem eine gute Entwicklung: Denn durch den aktuellen Ärztemangel hätten viele Kliniken ohne die Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland noch viel größere Schwierigkeiten, offene Stellen zu besetzen.

Grafik "Wie viele Ärztinnen und Ärzte aus dem Ausland arbeiten in Deutschland?" zum Download (jpg, 144 kB)

Ausländische Ärztinnen und Ärzte: Großteil kommt aus der EU und aus Syrien

Ein großer Teil der ausländischen Kolleginnen und Kollegen kommt aus anderen europäischen Staaten: Insgesamt sind es rund 39.000 berufstätige Ärztinnen und Ärzte. Betrachtet man nur die EU-Staaten, stammen 26.573 Personen aus diesen Ländern. Allein im Jahr 2021 haben 1.254 Ärztinnen und Ärzte aus anderen EU-Staaten eine Arbeit in Deutschland aufgenommen. Das sind etwa 6 Prozent weniger als im Vorjahr.

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Die größte Zahl berufstätiger ausländischer Ärztinnen und Ärzte kommt aus Syrien: Insgesamt sind es 5.404, davon arbeiten 4.314 in deutschen Krankenhäusern, die übrigen sind ambulant oder in anderer Form ärztlich tätig. Auf Platz 2 der Statistik steht Rumänien (4.721), dahinter folgen Griechenland (2.973), Österreich (2.901) und die Russische Föderation (2.631).

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