
Finanzielle Sicherheit und die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zählen für Heilberuflerinnen und Heilberufler zu den Gründen, sich zunächst für ein Angestelltenverhältnis zu entscheiden. Besonders wichtig ist den meisten der persönliche Austausch mit Kolleginnen und Kollegen. Das jedenfalls sind Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) unter 500 angestellten Heilberuflerinnen und Heilberuflern bis 50 Jahre. Darunter waren 110 Allgemeinärztinnen und -ärzte sowie 100 Fachärztinnen und -ärzte.
Der Umfrage zufolge haben 73 Prozent der befragten Fachärztinnen und Fachärzte feste Arbeitszeiten, 11 Prozent arbeiten im Schichtdienst. Nur 56 Prozent sind mit ihrem Arbeitszeitmodell zufrieden oder sehr zufrieden. 54 Prozent wünschen sich mehr Möglichkeiten zur flexibleren Einteilung ihrer Arbeitszeit. Zudem wünschen sich 61 Prozent mehr interdisziplinäre Vernetzung im eigenen Arbeitsumfeld. Weniger Bürokratie würde 59 Prozent der Fachärztinnen und Fachärzte zufriedener machen.
Unter den Allgemeinärztinnen und Allgemeinärzten haben 80 Prozent feste Arbeitszeiten, im Schichtdienst arbeiten nur 5 Prozent. 75 Prozent sind mit ihrem aktuellen Arbeitszeitmodell zufrieden oder sehr zufrieden. 41 Prozent würden gern mehr Möglichkeiten zu Homeoffice oder mobilem Arbeiten haben. 77 Prozent wünschen sich mehr interdisziplinäre Vernetzung im eigenen Arbeitsumfeld. 68 Prozent der Hausärztinnen und Hausärzte würde weniger Bürokratie zufriedener stimmen.
Eine Selbstständigkeit in eigener Praxis planen in den nächsten fünf Jahren 24 Prozent der befragten Allgemeinärztinnen und Allgemeinärzte sowie 22 Prozent der Fachärztinnen und Fachärzte. „Viele möchten Verantwortung übernehmen, jedoch in Formen, die zu ihrem Lebensmodell passen“, sagte Nicole Wortmann, Bereichsleiterin Gesundheitsmarkt bei der apoBank. „Immer häufiger entwickeln sich berufliche Wege so, dass Anstellung, Kooperation und Selbstständigkeit nahtlos ineinandergreifen.“
Dtsch Arztebl 2026; 123(11): [4]


