Gehalt als Oberarzt: Das können Sie verdienen

13 Juli, 2020 - 12:13
Stefanie Hanke
Gehalt als Oberarzt

Als Oberarzt sind Sie nicht nur für die Patientenversorgung zuständig, sondern übernehmen auch Führungsaufgaben – vergleichbar mit einem Abteilungsleiter. Welches Gehalt Sie für diese anspruchsvolle Aufgabe erwarten können, verraten wir Ihnen im Beitrag.
 


Auf einen Blick: Was verdient ein Oberarzt?

Gehaltsstufe: Gehaltsspanne: Durchschnittsgehalt:

Oberarzt (1. Jahr)

7.592 Euro – 8.010 Euro

7.740 Euro

Oberarzt (4. Jahr)

8.003 Euro – 8.463 Euro

8.192 Euro

Oberarzt (7. Jahr)

8.415 Euro – 9.000 Euro

8.710 Euro

Oberarzt werden für fast jeden dritten Nachwuchsmediziner ist das ein langfristiges berufliches Ziel. Das geht aus der Absolventenbefragung hervor, die die Landesärztekammer Hessen alljährlich durchführt. Doch was macht die Oberarztposition so attraktiv? Neben der Möglichkeit, als Oberarzt den Stationsbetrieb mitzugestalten und Fach- und Assistenzärzte zu führen, spielt sicher auch das Gehalt eine Rolle. Aber was verdient ein Oberarzt genau?

Die Gehälter für Oberärzte sind in der Regel durch einen Tarifvertrag geregelt. Zwischen verschiedenen Arbeitgebern gibt es da Unterschiede. Bei der Einstellung als Oberarzt können Sie mit einem Verdienst zwischen circa 7.600 Euro und knapp über 8.000 Euro rechnen.

Einstiegsgehalt als Oberarzt (1. Jahr)

Mit zunehmender Berufserfahrung steigt der Verdienst dann weiter an. Ab dem 7. Jahr als Oberarzt ist ein monatliches Gehalt von circa 9.000 Euro möglich.

Gehalt als Oberarzt (7. Jahr)

 

Bei den angegebenen Monatsgehältern nach Tarif handelt es sich allerdings nur um das Grundgehalt: Durch Bonusvereinbarungen, Poolbeteiligungen, Dienste und andere Zulagen kann dieser Betrag noch deutlich ansteigen.

Der außertarifliche Bereich

Mit steigender Berufserfahrung werden allerdings viele Oberärzte nicht mehr nach Tarifvertrag bezahlt: Sie werden in den außertariflichen Bereich eingruppiert und bekommen damit eine höhere Vergütung als im Tarifvertrag festgelegt. Was man im außertariflichen Bereich verdienen kann, ist in der Regel Verhandlungssache. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels gibt es hier einen gewissen Spielraum: Die Kliniken versuchen über attraktive Gehälter und Konditionen, Ärzte zu gewinnen und an sich zu binden.

Für eine Bezahlung im außertariflichen Bereich wird zwischen Oberarzt und Klinik ein Individualarbeitsvertrag geschlossen (vgl. LAG Köln, Beschluss vom 20.06.2005 zu Az. 2 TaBV 9/05). In diesen Verträgen wird üblicherweise eine Fixvergütung festgelegt, die oberhalb der höchsten Entgeltgruppe liegt. Dieses feste Gehalt kann durch über- und außertarifliche Zulagen ergänzt werden.

Viele Tarifverträge legen mit einem sogenannten Abstandsgebot fest, dass die Vergütung beispielsweise 20 Prozent über dem höchsten Tarifgehalt liegen muss, um als außertariflich zu gelten. Bei den gängigen Tarifverträgen des Marburger Bundes gibt es diese Regelung aber nicht. Daher sollten Sie im Einzelfall prüfen, welche Konditionen Ihnen vom Arbeitgeber angeboten werden: Denn auch die Arbeitsbedingungen der außertariflichen Angestellten werden im Tarifvertrag nicht festgelegt.Quelle: Marburger Bund, Tarifverträge (Stand: Juni 2020)
 


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