Facharzt-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin: Dauer, Inhalte, Perspektiven

14 September, 2020 - 07:40
Lukas Hoffmann / Stefanie Hanke
Facharzt-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin

Die Kinder- und Jugendmedizin ist bei Medizinstudierenden einer Umfrage der Kassenärztlichen Vereinigung zufolge die zweitbeliebteste Facharztrichtung – nach der Inneren Medizin. Wie die Facharzt-Weiterbildung in diesem Bereich abläuft und wie lange sie dauert, erfahren Sie im Beitrag.
 


Auf einen Blick: Facharzt-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin (Pädiatrie)

  • Definition: Fachärzte und Fachärztinnen für Kinder- und Jugendmedizin (Pädiatrie) betreuen ihre Patienten von Geburt an bis etwa zum 18. Lebensjahr. Sie sind dabei zuständig für alle körperlichen, psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörungen und Behinderungen in dieser Lebensphase.
  • Dauer: Die Facharzt-Weiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin dauert 60 Monate. Davon müssen 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen abgeleistet werden. Bis zu 12 Monate können in anderen Gebieten angerechnet werden.
  • Anzahl der Fachärzte: In Deutschland gibt es 22.306 Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin. Davon sind 15.468 berufstätig. 7.686 arbeiten ambulant,  6.376 stationär in einer Klinik, 562 in Behörden, Körperschaften und ähnlichen Einrichtungen.
     

Kinderarzt oder Kinderärztin werden – für viele ist das ein absoluter Traumjob. Schließlich begleiten Kinderärzte ihre jungen Patienten beim Start ins Leben und bauen häufig eine enge Beziehung zu Kindern und Eltern auf. Egal, ob für eine Routine-Impfung, die üblichen Vorsorgeuntersuchungen oder nach dem Sturz vom Fahrrad: Kinderärzte sind für die Kinder und ihre Familien da und unterstützen sie bei allen Fragen rund um die Gesundheit. Ähnlich wie Allgemeinmediziner sind Fachärzte und Fachärztinnen für Kinder- und Jugendmedizin dabei Generalisten: Sie sind nicht auf ein spezielles Organ oder bestimmte Krankheitsbilder spezialisiert, sondern kümmern sich um alle körperlichen, psychischen und psychosomatischen Erkrankungen, Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörungen und Behinderungen, die in der Kindheit und Jugend auftreten.

Zahlreiche Zusatz-Weiterbildungen stehen zur Auswahl

Natürlich arbeiten sie dabei eng mit Fachärzten anderer Gebiete zusammen, die sich ebenfalls auf junge Patienten spezialisiert haben: So gibt es auch eine eigene Facharzt-Weiterbildung für das Gebiet Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, und Zusatz-Weiterbildungen beispielsweise für Kinder- und Jugend-Orthopädie oder -Endokrinologie und -Diabetologie. Denn Kinder brauchen eine medizinische Betreuung, die sich von der "Erwachsenen"-Medizin unterscheidet: Sie entwickeln sich schneller, ihr Immunsystem ist noch nicht richtig ausgeprägt, Stoffwechsel und Organe verändern sich, und auch Medikamente wirken in den kleinen Körpern häufig anders als bei Erwachsenen.

Erwerb der Schwerpunktbezeichnung Neonatalogie im Anschluss an die Facharzt-Weiterbildung möglich

Ein spezielles Gebiet der Kinder- und Jugendmedizin ist die Neonatalogie: die Versorgung und Behandlung neu- und frühgeborener Kinder. Wer sich speziell für diesen Bereich interessiert, kann nach der abgeschlossenen pädiatrischen Facharzt-Weiterbildung auch noch die Schwerpunktbezeichnung "Neonatologie" erwerben. Dabei hat die Medizin in diesem Bereich in den vergangenen Jahrzehnten große Fortschritte gemacht: So ist beispielsweise die Säuglingssterblichkeit in den vergangenen 30 Jahren stark zurückgegangen. Und auch Frühgeborene haben durch die Entwicklungen in der Neonatalogie inzwischen immer bessere Chancen: So gelten inzwischen Frühgeborene schon in der 23. Schwangerschafswoche und mit einem Geburtsgewicht von 500 Gramm als überlebensfähig. Am Ende der 24. Schwangerschaftswoche liegt die Überlebenswahrscheinlichkeit eines frühgeborenen Kindes bei mehr als 50 Prozent, in der 28. Woche schon bei mehr als 90 Prozent. Dabei ist eine Frühgeburt kein seltenes Ereignis: Allein in Deutschland kommen jedes Jahr etwa 50.000 Kinder zu früh auf die Welt.

Einfühlungsvermögen und gute pädagogische und kommunikative Fähigkeiten sind gefragt

Um ein guter Facharzt bzw. eine gute Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin zu werden, sind viel Einfühlungsvermögen und gute pädagogische und kommunikative Fertigkeiten wichtig. Neben dem kleinen Patienten selbst betreuen Ärzte in diesem Bereich auch immer die Eltern des Kindes mit, die zum Beispiel in Bezug auf Ernährung und andere präventive Maßnahmen geschult werden müssen oder einfach selbst etwas Beruhigung und Zuspruch brauchen, wenn es dem Nachwuchs schlecht geht. Denn wer sich auf Kinder- und Jugendmedizin spezialisieren möchte, braucht neben Kinderliebe oft auch ein dickes Fell: Zur Facharzt-Weiterbildung gehört beispielsweise auch ein halbes Jahr in der Kinder-Intensivmedizin – und auch für die Ärzte kann es belastend sein, die jungen Patienten leiden zu sehen.

Interessant für Ärzte mit Niederlassungsabsichten

Die Kinder- und Jugendmedizin ist eine Fachrichtung, die sich auch sehr gut für eine Niederlassung eignet: Mit mehr als 7.600 Fachärztinnen und Fachärzten arbeitet laut aktueller Ärztestatistik der Bundesärztekammer mehr als jeder Zweite in diesem Bereich im ambulanten Sektor. In vielen Regionen fehlen aktuell Kinderärzte – außerdem werden in den nächsten Jahren zahlreiche Praxisinhaber in den Ruhestand gehen.

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Die Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin im Überblick

Dauer der Weiterbildung

Die Weiterbildungszeit in der Kinder- und Jugendmedizin beträgt 60 Monate unter Befugnis an Weiterbildungsstätten, davon

  • müssen 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen abgeleistet werden
  • können zum Kompetenzerwerb bis zu 12 Monate Weiterbildung in anderen Gebieten erfolgen.

Inhalte der Weiterbildung

Übergreifende Inhalte der Facharzt-Weiterbildung Kinder- und Jugendmedizin

  • Wesentliche Gesetze, Verordnungen und Richtlinien
  • Erkennung und Einleitung von Maßnahmen bei Kindeswohlgefährdung, insbesondere bei Vernachlässigung, Misshandlung und sexuellem Missbrauch
  • Interdisziplinäre Zusammenarbeit einschließlich Fallkonferenzen, auch mit Kindergemeinschaftseinrichtungen, Beratungsstellen und Behörden
  • Diagnostik und Therapie bei Schlafstörungen
  • Erkennung von akut abklärungsbedürftigen Symptomkomplexen (red flags)
  • Normale und pathologische Entwicklung von der Geburt bis zum Abschluss der somatischen, psychischen, mentalen und sozialen Reife
  • Transition im Kontext der zugrunde liegenden Erkrankung
  • Indikationsstellung zur Verlegung in eine fachlich spezialisierte Einrichtung einschließlich der vorgeburtlichen Verlegung bei schweren Erkrankungsverläufen, z. B. Organversagen, onkologische Erkrankung, extreme Unreife, schwere Fehlbildung, schwerer Immundefekt
  • Pharmakotherapie in den verschiedenen Altersabschnitten einschließlich der Indikationsstellung zur zulassungsüberschreitenden Anwendung (Off-label use)
  • Analgosedierung bei diagnostischen und therapeutischen Eingriffen
  • Basisbehandlung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten
  • Alters-, geschlechts- und kulturspezifische Aspekte in Symptomatologie und Therapie
  • Gesunde Ernährung
  • Prävention, Diagnostik und Therapie von Ernährungsstörungen, insbesondere der Adipositas

Fachgebundene genetische Beratung

  • Grundlagen hereditärer und multifaktorieller Krankheitsbilder und Entwicklungsstörungen
  • Interpretation und Aussagekraft genetischer Untersuchungsergebnisse (Sensitivität, Spezifität, prädiktiver Wert)
  • Methodische, psychosoziale und ethische Aspekte der genetischen Beratung und Diagnostik einschließlich pharmakogenetischer Tests
  • Erkennung fachbezogener genetisch bedingter Krankheitsbilder oder Entwicklungsstörungen
  • Fachgebundene genetische Beratung bei diagnostischer und prädiktiver genetischer Untersuchung

Entwicklungs- und Sozialpädiatrie

  • Diagnostik, Therapie, Rehabilitation und Nachsorge von Entwicklungsstörungen und Behinderungen
  • Klinische Beurteilung von Wachstum, körperlicher, psychomotorischer und psychosozialer Entwicklung
  • Entwicklungsdiagnostik einschließlich Anwendung und Beurteilung von Testverfahren

Psychische und psychosomatische Störungen und Verhaltensstörungen

  • Basisbehandlung psychischer, somatoformer und psychosomatischer Anpassungs-, Regulations- und Verhaltensstörungen

Notfälle und Intensivmedizin

  • Notfall- und intensivmedizinisch relevante Symptome, Krankheitsbilder und Differentialdiagnosen
  • Intensivmedizinische Basisbehandlung einschließlich endotrachealer Intubation sowie Punktionen von Körperhöhlen
  • Behandlung von Vergiftungen
  • Legen zentralvenöser Zugänge

Neonatologische Erkrankungen

  • Erkrankungen und Komplikationen der Neonatalperiode
  • Primärversorgung und Reanimation von Früh- und Neugeborenen einschließlich der Basisbeatmungstechniken
  • Beurteilung der Reife von Früh- und Neugeborenen
  • Diagnostik und Therapie wesentlicher neonatologischer Krankheitsbilder einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung sowie der Einleitung von rehabilitativen Maßnahmen
  • Neurologische Beurteilung und Diagnostik bei Früh- und Neugeborenen
  • Ernährungsplanung bei Früh- und Neugeborenen einschließlich parenteraler Ernährung

Besondere Aspekte der Jugendmedizin

  • Jugendspezifische Morbidität und Risikoverhalten sowie weiterführende Therapieoptionen im Erwachsenenalter
  • Erkennung und Einschätzung von Experimentierverhalten in Abgrenzung zu Risikoverhalten und Suizidalität einschließlich der Beratung
  • Spezifische jugendmedizinische Diagnostik
  • Prävention einschließlich Krankheitsfrüherkennungsuntersuchungen für Jugendliche
  • Notfallkontrazeption
  • Sexuell übertragbare Erkrankungen
  • Therapie und Beratung Jugendlicher und Heranwachsender unter Berücksichtigung des Rechts auf Entscheidung/Mitentscheidung und der Schweigepflicht
  • Normaler Ablauf und Varianten der pubertären Entwicklung der Geschlechter (biologisch/mental/psychosozial)
  • Bestimmung der Pubertätsstadien
  • Therapie und Begleitung von Jugendlichen mit chronischer, behindernder und prognostisch ungünstiger Erkrankung unter Berücksichtigung von Akzeptanz, Compliance und jugendaltersspezifischem Verhalten

Erkrankung des Respirationstraktes

  • Erkrankungen der Atemwege und der Lunge
  • Diagnostik und Therapie häufiger pneumologischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung komplexer pneumologischer Erkrankungen
  • Durchführung und Befunderstellung von Lungenfunktionstests einschließlich Spirometrie und Fluss-Volumenkurve (Richtzahl: 25)
  • Anleitung von Inhalationstechniken und Demonstration atemerleichternder Übungen

Allergien

  • Grundlagen allergologischer Erkrankungen
  • Differentialdiagnostik atopischer Erkrankungen
  • Durchführung und Befunderstellung von Prick-Tests
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation laborgestützter Diagnostik
  • Durchführung der spezifischen Immuntherapie
  • Therapie der Anaphylaxie gemäß Schweregrad einschließlich des anaphylaktischen Schocks

Infektionskrankheiten

  • Infektiöse Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie von Infektionserkrankungen und Infektionen von Organsystemen einschließlich der Sepsis
  • Management bei therapieresistenten Erregern
  • Präventivmaßnahmen bei Infektionserkrankungen unter Berücksichtigung von Ansteckungsmodus, Inkubationszeit und Prodromi einschließlich der Isolationspflichtigkeit
  • Meldepflichten gemäß Infektionsschutzgesetz

Erkrankungen der endokrinen Organe/Diabetologie

  • Endokrine Erkrankungen
  • Basisbehandlung endokriner Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Behandlung des Diabetes mellitus
  • Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen
  • Diagnostik und konservative Therapie des Maldeszensus Testis
  • Mitbehandlung seltener oder komplexer endokrinologischer Erkrankungen
  • Metabolisches Syndrom

Erkrankungen des Verdauungstraktes

  • Krankheiten der Verdauungsorgane
  • Diagnostik und Basistherapie von Patienten mit Erkrankungen der Verdauungsorgane, auch bei funktionellen Störungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung komplexer gastroenterologischer Erkrankungen
  • Ernährungsberatung und Diätetik bei Erkrankungen des Verdauungstraktes

Hämatologische und onkologische Erkrankungen

  • Hämatologische, onkologische und hämostaseologische Erkrankungen
  • Behandlung häufiger hämatologischer und hämostaseologischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung onkologischer, komplexer hämatologischer, und hämostaseologischer Erkrankungen
  • Management bei dauerhaften zentralvenösen Zugängen, z. B. Port, Hickman, Broviac

Primäre und sekundäre Immundefekte und Dysregulationen

  • Angeborene und erworbene Störungen des Immunsystems
  • Mitbehandlung bei Immundefekten und Dysregulationen sowie unter Immunsuppression einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung

Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems

  • Angeborene oder erworbene Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufs
  • Erkennung abklärungsbedürftiger kardialer Symptome
  • Mitbehandlung kardiologischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung

Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege

  • Akute und chronische Erkrankungen der Niere und der ableitenden Harnwege
  • Behandlung häufiger nephro-urologischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Diagnostik und konservative Therapie von Miktionsstörungen und Inkontinenz
  • Mitbehandlung komplexer Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwege
  • Behandlung akuter Störungen des Wasser-, Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushaltes
  • Behandlung des Bluthochdrucks

Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems und des neuromuskulären Systems

  • Neuropädiatrische Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie häufiger neuropädiatrischer Erkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung komplexer neuropädiatrischer Erkrankungen
  • Diagnostik und Therapie bei Gelegenheitsanfällen und des Krampfanfalls bei Fieber
  • Diagnostik und Therapie des Kopfschmerzes

Rheumatische Erkrankungen

  • Entzündlich-rheumatische Systemerkrankungen
  • Indikationsstellung und Überwachung von Physiotherapie, Ergotherapie einschließlich der Hilfsmittelversorgung
  • Basisbehandlung von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen und Systemerkrankungen einschließlich der Indikationsstellung zur weiterführenden Behandlung
  • Mitbehandlung komplexer rheumatischer Erkrankungen und Systemerkrankungen

Stoffwechselerkrankungen

  • Angeborene Stoffwechselerkrankungen Zielerkrankungen des Neugeborenenscreenings
  • Einleitung einer Notfalltherapie
  • Mitbehandlung angeborener Stoffwechselerkrankungen

Chirurgisch zu behandelnde Krankheitsbilder

  • Chirurgische Krankheitsbilder, Fehlbildungen, Verletzungen und Verbrennungen einschließlich operativer und konservativer Therapieverfahren
  • Diagnostik von chirurgischen Krankheitsbildern, Einleitung der weiterführenden operativen Therapie sowie Weiterbehandlung

Erkrankungen der Haut

  • Hauterkrankungen und Hautmanifestationen von Systemerkrankungen
  • Diagnostik und Therapie häufiger Hauterkrankungen
  • Mitbehandlung komplexer Hauterkrankungen

Erkrankungen des Bewegungsapparates

  • Erkrankungen und Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparates
  • Diagnostik und konservative Therapie von Erkrankungen und Funktionseinschränkungen des Bewegungsapparates

Prävention

  • Organisation und Durchführung von primären bis tertiären Präventionsmaßnahmen
  • Spezifische Impfberatung auf Grundlage der STIKO-Empfehlungen
  • Früherkennungsuntersuchungen in den verschiedenen Altersstufen, davon
  1. im Säuglingsalter (U2-U6) - Richtzahl: 30
  2. im Kindesalter (U7-U9) - Richtzahl: 30
  3. im Schul- sowie Jugendalter (z. B. J1) - Richtzahl: 5
  • Stoffwechselscreening bei Neugeborenen einschließlich Tracking
  • Neugeborenenhörscreening einschließlich Tracking
  • Prävention von System- und Organerkrankungen
  • Beratung bezüglich toxikologischer und umweltmedizinischer Faktoren
  • Beratung zur Unfallprävention

Diagnostische Verfahren

  • Sonographie einschließlich Dopplertechnik
  1. des Abdomens und des Retroperitoneums einschließlich Urogenitalorgane (Richtzahl: 200)
  2. der Nieren und ableitenden Harnwege (Richtzahl: 100)
  3. des Gehirns (Richtzahl: 100)
  4. der Gelenke und Weichteile (Richtzahl: 50)
  5. der Säuglingshüfte (Richtzahl: 200)
  6. der Schilddrüse (Richtzahl: 150)
  • Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial
  • Indikationsstellung und Befundinterpretation bildgebender und funktioneller Verfahren sowie weiterer technischer Untersuchungsverfahren
  • Standardisierte Untersuchungen der Sprache und des Sprechens
  • Richtungsweisende Untersuchungen des Seh- und Hörvermögens mit standardisierten Methoden, z. B. Tonschwellenaudiometrie
  • Langzeit-Blutdruckmessung
  • Elektrokardiogramm
  • Elektroenzephalogramm

Quelle: Musterweiterbildungsordnung der Bundesärztekammer 2018, Ärztestatistik 2019, Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ)
 


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